OSZE


U.S. Statement über Gedankenfreiheit, Gewissens-, Religions-, und Glaubensfreiheit zur 1999 OSZE- Review Konferenz in Wien

von T. Jeremy Gunn, Executive FellowUnited States Institute of Peace (23.09.1999)/HRWF International Secretariat (12.10.1999) - Website: http://www.hrwf.net - Email: info@hrwf.net


Die Vereinigten Staaten ermahnen die neuen ("Anti-Sekten") Agenturen in Österreich (Bundesstelle für Sektenfragen), Belgien und Frankreich ihre Verpflichtung zur Toleranz zu demonstrieren.


1. Den Gebrauch der abwertenden Begriffe "Sekte" und "Kult" zu unterlassen, wenn damit neue religiöse Bewegungen gemeint sind.

2. Andeutungen, dass die meisten neuen oder kleinen Religionen und Glaubensgemeinschaften gefährlich oder bedrohend sind, sollen künftig vermieden werden.

3. Ernster und offener Dialog mit allen Religionen und Glaubensgemeinschaften, die vom Gesichtspunkt der Regierungen ein Konfliktpotential für die Gesellschaft darstellen.

4. Etablierung offener, transparenter und fairer Umgangsformen, inklusive dem Recht der Gruppen auf Anschuldigungen zu erwidern, wenn Untersuchungen gegen sie geführt werden. 

5. Öffentliche Bejahung der Prinzipien der Toleranz. Staatsbürger sollten entmutigt werden, weiterhin gegen Minderheiten zu diskriminieren.


Toleranz, Offenheit und Fairness zu praktizieren ist nicht immer leicht. Trotzdem ist es die Aufgabe jeder Regierung (auch der Regierung der USA). Das Wiener Schlussdokument (OSZE) verpflichtet Staaten ein "Klima der gegenseitigen Toleranz und des Respekts unter Gläubigen verschiedener Religionsgemeinschaften und auch zwischen Gläubigen und Nichtgläubigen zu fördern." Wir alle müssen härter an der Realisierung dieser Prinzipien der Toleranz arbeiten.


Volltext (englisch)